KI für Immobilienmakler ist dann nützlich, wenn sie eine konkrete Aufgabe abnimmt — den Exposé-Entwurf, die Pflichtangaben-Prüfung, die Wertindikation vor dem Eigentümertermin. Hier steht, was die KI-Funktionen in Maklerdeck heute leisten, was sie ausdrücklich nicht leisten und was noch in Vorbereitung ist.
Rund um KI für Makler wird viel versprochen. Wir halten es nüchtern: KI ist gut darin, Rohfassungen zu erzeugen, große Textmengen gegen einen Katalog zu prüfen und Zahlen aus vielen Vergleichsobjekten zu verdichten. Sie ist nicht gut darin, Verantwortung zu übernehmen. Jedes Ergebnis in Maklerdeck ist ein Entwurf, den du prüfst und freigibst — vor allem dort, wo Pflichtangaben, Courtage oder Wertaussagen im Spiel sind.
Vier Funktionen sind live und arbeiten mit KI-Modellen, zwei weitere liefern die Datengrundlage und die Objektakte für die Akquise. Jede löst eine Aufgabe, die im Büro ohnehin anfällt.
Ein Chat, in dem du zwischen GPT von OpenAI, Claude von Anthropic und Gemini von Google wählst — pro Nachricht umschaltbar. Verläufe bleiben gespeichert, sodass du an einem Exposé-Text weiterarbeiten kannst, statt jedes Mal von vorn zu beginnen.
Für die Einwandbehandlung lohnt sich der Chat besonders vor schwierigen Gesprächen: Du schilderst die Situation — etwa einen Eigentümer, der den Angebotspreis 15 Prozent über deiner Wertindikation ansetzen will — und lässt dir Argumentationswege und Gegenfragen aufschreiben. Das ersetzt deine Marktkenntnis nicht, aber es strukturiert die Vorbereitung.
Wichtig für den DSGVO-Rahmen: Auch im freien Chat gilt Datensparsamkeit. Für einen Exposé-Text braucht das Modell die Objektdaten — nicht den Klarnamen und die Telefonnummer der Eigentümerin. Details zur Verarbeitung stehen unter Datenschutz & Sicherheit.
Du lädst dein Exposé als PDF hoch, Maklerdeck liest den Text seitenweise aus und prüft ihn mit einem zentral festgelegten Sprachmodell (derzeit Claude) gegen einen festen Katalog: Pflichtangaben nach GEG und Energieausweis, Provisions- beziehungsweise Courtageangabe, Widerrufsbelehrung und Anbieterkennzeichnung. Zusätzlich bewertet der Check die Verkaufswirkung des Textes.
Der praktische Nutzen liegt im Zeitpunkt: Der Check läuft vor der Veröffentlichung, nicht danach. Gerade bei Objekten, die von einer Kollegin übernommen wurden oder bei denen sich der Energieausweis während der Vermarktungsdauer geändert hat, sind unvollständige Pflichtangaben ein reales Risiko — Verstöße gegen die Pflichtangaben in Immobilienanzeigen können nach dem GEG bußgeldbewehrt sein.
Zur Einordnung, weil es wichtig ist: Der Exposé-Check ist ein Prüfwerkzeug, keine Rechtsberatung. Er ersetzt keine anwaltliche Prüfung, und ein grüner Score ist keine Zusicherung von Rechtssicherheit. Er sorgt dafür, dass die offensichtlichen Lücken auffallen, bevor das Exposé online geht.
Die Preisanalyse leitet aus der eigenen Marktdatenbank eine Wertindikation nach dem Prinzip des Vergleichswertverfahrens ab: Maklerdeck sucht vergleichbare Angebote in der Umgebung, verdichtet sie zu einem Quadratmeterpreis und weist eine Spanne aus.
Wie belastbar eine Wertindikation ist, hängt an der Zahl der Vergleichsobjekte. Maklerdeck macht das transparent statt es zu glätten: Ab etwa 30 Vergleichsobjekten gilt die Aussage als hoch verlässlich, darunter als mittel oder niedrig. Liegen weniger als sechs Vergleichsobjekte vor, trifft Maklerdeck bewusst keine Markteinschätzung — eine ehrliche Lücke ist im Eigentümergespräch mehr wert als eine erfundene Präzision.
Und die wichtigste Abgrenzung: Eine Wertindikation ist kein Verkehrswertgutachten nach der Immobilienwertermittlungsverordnung. Sie beruht auf Angebotspreisen aus öffentlichen Inseraten, nicht auf beurkundeten Kaufpreisen der Gutachterausschüsse, und sie kennt weder Ausstattungsqualität noch Instandhaltungsstau oder Rechte in Abteilung II des Grundbuchs. Für die Preisfindung im Erstgespräch ist sie ein starkes Werkzeug; für Beleihung, Erbauseinandersetzung oder ein Gerichtsverfahren braucht es weiterhin ein Gutachten.
Vier Bild-Werkzeuge arbeiten mit KI-Modellen: Homestaging möbliert leere Räume virtuell in 16 Stilen, Leerräumen entfernt vorhandene Möbel, Abenddämmerung erzeugt Twilight-Aufnahmen, und das Upscaling hebt die Auflösung schwacher Fotos mit Topaz-Modellen an.
Ein Punkt, der über Seriosität entscheidet: Bearbeitete Objektfotos gehören gekennzeichnet, damit niemand eine Visualisierung für den Bestand hält. Auf Wunsch brennt Maklerdeck die Kennzeichnung gleich ins Ergebnis ein — je nach Werkzeug als „Visualisierung – virtuell möbliert“, „Visualisierung – digital geleert“ oder „Visualisierung – digital bearbeitet“. Wer den Hinweis lieber als Bildunterschrift ins Exposé setzt, schaltet das ab; in den Metadaten ist jedes Ergebnis immer als KI-bearbeitet gekennzeichnet.
Bewusst gebaut ist auch die Grenze: Virtuelles Homestaging darf Raumpotenzial zeigen, aber keine Mängel verdecken: Ein feuchter Kellersockel wird nicht weggerechnet, und ein Bad aus den Siebzigern bleibt ein Bad aus den Siebzigern. Wer das anders handhabt, riskiert Ärger bei der Besichtigung — spätestens dann steht der Interessent im echten Raum.
Mehr zu den einzelnen Bild-Werkzeugen: Homestaging, Leerräumen und Abenddämmerung.
LeadDeck, der Immobilien-Scraper von Maklerdeck, ist die Datenbasis für die Objektakquise: Er wertet öffentlich zugängliche Inserate von ImmoScout24 und Immowelt deutschlandweit aus und zeigt dir die Privatangebote in deinem Suchgebiet als Funde.
Die Preisanalyse bewertet die Funde automatisch gegen die Vergleichsmenge, sodass du siehst, ob ein Objekt über, unter oder im Marktband angeboten wird. Ob und wie du Kontakt aufnimmst, entscheidest du selbst; Maklerdeck spricht niemanden an. Werbeanrufe bei Privatpersonen sind ohne deren vorherige Einwilligung unzulässig (§ 7 UWG).
In Vorbereitung Benachrichtigungen zu neuen Funden im Suchgebiet sind noch nicht verfügbar — heute prüfst du die Fundliste selbst. Mehr zur Datengrundlage steht auf der Seite zu LeadDeck.
Sobald aus einem Fund oder einem Eigentümertermin eine echte Akquise wird, bekommt sie eine eigene Objektakte: Adresse auflösen, Einwertung und Marktlage im Umkreis — an einer Stelle statt vor jedem Gespräch neu zusammengesucht.
Die Einwertung ist keine zusätzliche KI-Funktion, sondern dieselbe kalibrierte Vergleichswertrechnung wie bei der Preisanalyse — hier nur schon an das Objekt gebunden statt bei jedem Termin neu abgerufen.
Aus der Akte entsteht ein Kurz-Dossier für den Eigentümer: zwei Seiten mit den bestätigten Angaben, der Einwertung und der Marktlage. Du prüfst beide Seiten und gibst sie bewusst als Link frei — versendet wird nichts. Preisvorstellung, Wettbewerber und eigene Notizen bleiben intern. Ändern sich danach Angaben, die den Wert betreffen, zeigt der alte Link nichts mehr an, bis du neu freigibst.
Diese Funktionen sind angekündigt, aber noch nicht nutzbar. Wir führen sie hier auf, damit du deine Entscheidung auf dem treffen kannst, was heute existiert — nicht auf dem, was irgendwann kommen soll. Ein Datum nennen wir bewusst nicht.
Bei KI ist das die erste Frage, die im Maklerbüro gestellt wird — zu Recht. Deshalb hier kurz und ohne Marketingnebel, was mit Exposés, Objektdaten und Chatverläufen passiert.
Eure Objektdaten, Exposés und Chatverläufe liegen auf einem dedizierten Server in Deutschland — nicht verstreut über fremde Cloud-Dienste. Innerhalb eines Büros trennt ein Rollenmodell aus Inhaber, Makler und Assistenz die Zugriffe; Chatverläufe sind zusätzlich rein persönlich.
Wir nennen die Subprozessoren offen, weil ihr sie für eure eigene Verarbeitungsübersicht braucht. Eine EU-Hosting-Option für KI-Modelle ist in Vorbereitung — bis dahin ist die Übermittlung in die USA Teil des Bildes, und wir verstecken das nicht.
Verantwortliche Stelle für die Verarbeitung in eurem Büro bleibt ihr — Maklerdeck ist Auftragsverarbeiter. Den Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO stellen wir inklusive technischer und organisatorischer Maßnahmen sowie vollständiger Subprozessoren-Liste bereit; eine unterschriebene Ausfertigung gibt es auf Anfrage. Alle technischen Details stehen unter Datenschutz & Sicherheit.
Der wirksamste Datenschutz ist der, der gar nicht erst Daten erzeugt. Für einen Exposé-Text braucht das Modell Baujahr, Fläche und Lage — nicht den Namen der Eigentümerin oder ihre familiäre Situation. Wir empfehlen, personenbezogene Angaben aus Prompts herauszulassen, wo sie für das Ergebnis nichts beitragen. Fragen dazu beantwortet das Gründerteam direkt unter hello@maklerdeck.de.
Nein. Für die KI-Funktionen arbeiten wir mit OpenAI, Anthropic und Replicate. Nach den vertraglichen Zusagen dieser Anbieter werden über die Schnittstelle übermittelte Inhalte nicht zum Training der Modelle verwendet. Übermittelt wird zudem nur das für die jeweilige Funktion Nötigste — wo möglich Text statt Rohdokument.
Im KI-Chat kannst du zwischen GPT von OpenAI, Claude von Anthropic und Gemini von Google wählen und das Modell pro Nachricht wechseln. Der Exposé-Check läuft auf einem Sprachmodell, das wir zentral festlegen (derzeit Claude).
Maklerdeck selbst läuft auf einem dedizierten Server bei Hetzner in Nürnberg. Die KI-Verarbeitung erfolgt bei OpenAI, Anthropic und Replicate in den USA — auf Grundlage des EU-U.S. Data Privacy Framework beziehungsweise der Standardvertragsklauseln. Wir benennen das offen, weil du es für deine eigene Datenschutz-Dokumentation brauchst. Eine EU-Hosting-Option für KI-Modelle ist in Vorbereitung.
Die Preisanalyse liefert eine Wertindikation aus dem Vergleichswertverfahren, kein Verkehrswertgutachten nach ImmoWertV. Maklerdeck sucht Vergleichsobjekte in Radiusstufen von 5, 10, 25 und 50 Kilometern, grenzt über Wohnfläche und Baujahr ein, sortiert unplausible Quadratmeterpreise aus und bildet einen gewichteten Median je Quadratmeter: Vergleiche in der Nähe und, wenn bekannt, im selben Stadtteil zählen stärker, kein einzelnes Inserat trägt das Ergebnis. Die Spanne reicht vom unteren bis zum oberen Quartil. Wie belastbar das Ergebnis ist, hängt an der Zahl der Vergleichsobjekte: Maklerdeck weist die Verlässlichkeit offen als hoch, mittel oder niedrig aus und trifft unterhalb von sechs Vergleichsobjekten bewusst keine Aussage.
Bearbeitete Objektfotos gehören gekennzeichnet, damit Interessenten Visualisierung und Bestand unterscheiden können. Maklerdeck kennzeichnet jedes Ergebnis in den Metadaten als KI-bearbeitet und brennt den Hinweis auf Wunsch ins Bild — je nach Werkzeug als Visualisierung virtuell möbliert, digital geleert oder digital bearbeitet. Ohne eingebrannten Hinweis kennzeichnest du das Bild selbst, etwa als Bildunterschrift im Exposé.
Der Akquise-Agent ist live: Du legst eine Objektakte an, löst die Adresse auf und siehst Einwertung und Marktlage im Umkreis. Daraus entsteht ein zweiseitiges Kurz-Dossier für den Eigentümer, das du prüfst und selbst als Link weitergibst; ob er geöffnet wurde, siehst du in der Akte. Der Social-Media-Agent ist komplett noch in Vorbereitung.
Nein. Exposé-Check, Preisanalyse und die Bild-Werkzeuge laufen über Formulare mit festen Abläufen — du lädst eine Datei hoch oder wählst ein Objekt. Nur der KI-Chat ist ein freies Textfeld, und auch dort genügt es, die Aufgabe in normalen Sätzen zu beschreiben.
14 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte. Lade ein Exposé in den Check, lass eine leere Wohnung möblieren und sieh dir die Wertindikation für ein Objekt an, dessen Preis du kennst — das ist der ehrlichste Test.