Exposé prüfen, bevor es online geht. Pflichtangaben und Wirkung in einem Bericht.
Der Exposé-Check liest dein fertiges Exposé als PDF und prüft es in zwei Richtungen: Stehen die Angaben drin, die in einer Immobilienanzeige erwartet werden, etwa zum Energieausweis, zur Provision und zur Widerrufsbelehrung? Und wo verliert der Text Leser, bevor sie anfragen?
So läuft die Prüfung.
PDF hochladen
Zieh das fertige Exposé als PDF in den Exposé-Check, bis 50 MB. Die Prüfung startet von selbst. Das PDF braucht eine Textebene, wie sie beim Export aus Layoutprogramm oder Maklersoftware in der Regel entsteht.
Text lesen und prüfen
Maklerdeck liest den Text Seite für Seite aus dem PDF, bis 120 Seiten. Ein Sprachmodell gleicht ihn mit zwei Prüfkatalogen ab: den Pflichtangaben und der Verkaufswirkung.
Bericht durcharbeiten
Du siehst einen Score von 0 bis 100, die offenen Punkte mit Seitenzahl und, wo möglich, einen Textvorschlag zum Kopieren. Danach korrigierst du das Exposé und prüfst es bei Bedarf erneut.
Was der Exposé-Check prüft.
Die Prüfung arbeitet mit zwei Katalogen. Gemeldet werden soll nur, was im Exposé ganz fehlt oder die Wirkung spürbar schwächt, nicht, was vorhanden, aber anders formuliert ist.
Pflichtangaben
- Energieausweis nach § 87 GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz): sofern ein Ausweis vorliegt, die Art des Ausweises (Bedarf oder Verbrauch), Endenergiebedarf oder -verbrauch in kWh/(m²·a), die wesentlichen Energieträger der Heizung, bei Wohngebäuden das Baujahr und die Effizienzklasse, sofern der Ausweis eine nennt. Die getrennte Angabe für Wärme und Strom bei Nichtwohngebäuden (§ 87 Abs. 2) prüft der Check nicht eigens. Steht ausdrücklich im Exposé, dass der Ausweis beantragt ist oder noch nicht vorliegt, soll das nicht als Lücke zählen.
- Provision: die Höhe der Käuferprovision samt Angabe zur Mehrwertsteuer. Ist der Käufer Verbraucher und geht es um eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus, gilt der Teilungsgrundsatz (§§ 656c, 656d BGB). „Provisionsfrei“ zählt als Angabe.
- Widerrufsbelehrung: Der Check soll melden, wenn eine Belehrung für Verbraucher weder enthalten noch klar verwiesen ist. Nötig ist sie, wenn über die Exposé-Anforderung ein Maklervertrag mit einem Verbraucher im Fernabsatz zustande kommt (§ 312d BGB mit Art. 246a EGBGB; Widerrufsrecht nach §§ 312g, 355 BGB).
- Anbieterkennzeichnung: Ist der Anbieter mit Firma, Anschrift und Kontakt erkennbar?
Verkaufswirkung
- Überschrift: konkret und unterscheidbar, mit Lage oder Besonderheit, statt austauschbarer Formeln wie „Schöne 3-Zimmer-Wohnung“.
- Beschreibung: konkrete Vorzüge statt Floskeln, die Lage mit greifbaren Ankern wie Stadtteil, Anbindung und Umfeld.
- Struktur: Fläche, Zimmer und Preis früh und vollständig, ein Grundriss erwähnt, keine abgebrochenen Sätze und keine vergessenen Platzhalter wie „XXX“ oder „Lorem“.
- Nächster Schritt: ein klarer Abschluss mit Ansprechpartner und Hinweis zur Besichtigung.
Zur Wirkung ist die Prüfung auf höchstens fünf Hinweise ausgerichtet, nur die wichtigsten, ohne reine Geschmacksfragen. Rechtschreibfehler soll der Check in einer eigenen Kategorie zählen.
Der Bericht: Score, Fundstellen, Vorschläge.
Ein Bericht soll zeigen, was zu tun ist, und nicht nur eine Note vergeben. Deshalb steht neben dem Score, woraus er sich ergibt.
Score mit Potenzial
Ein Wert von 0 bis 100 und daneben der Wert, bei dem du landest, wenn alle Hinweise behoben sind. Nach den Vorgaben der Prüfung kostet eine fehlende Pflichtangabe deutlich mehr Punkte als ein Hinweis zur Wirkung. Der Score ist eine Orientierung, kein Prüfsiegel.
Kategorien mit Kurzstatus
In der Regel vier: Pflichtangaben, Rechtschreibung, Verkaufswirkung und Vollständigkeit, jeweils mit einem Kurzstatus wie „1 fehlt“, „Fehlerfrei“ oder „Grundriss fehlt“. So siehst du auf einen Blick, wo Arbeit wartet.
Hinweise mit Fundstelle
Erst die Pflichtangaben, dann die Wirkung. Lässt sich eine Stelle zuordnen, steht die Seitenzahl dabei. Der Bericht zeigt bis zu 12 Hinweise.
Textvorschläge zum Kopieren
Wo es passt, schlägt der Check direkt übernehmbaren Text vor, etwa eine konkretere Überschrift oder einen Abschluss mit Ansprechpartner. Ein Klick kopiert ihn; lies ihn vor dem Einsetzen gegen.
Was in Ordnung ist
Eine eigene Liste nennt die Punkte, die der Check geprüft und für in Ordnung befunden hat, zum Beispiel Provisionsangabe, Endenergieverbrauch oder Grundriss.
Bericht als PDF, Prüfungen im Verlauf
Über „Bericht als PDF“ speicherst oder druckst du den Bericht, etwa für die Objektakte. Frühere Prüfungen findest du im Verlauf deines Büros.
Was der Check nicht ersetzt.
Der Exposé-Check ist eine Hilfe bei der Durchsicht, keine Rechtsberatung und kein Gutachten. Er zeigt, wo du genauer hinsehen solltest. Die Verantwortung für die Anzeige bleibt bei dir.
- Er prüft, ob Angaben im Exposé stehen, nicht, ob sie stimmen. Ob Kennwert, Energieträger und Klasse zum Energieausweis passen, gleichst du mit dem Ausweis selbst ab.
- Gelesen wird nur die Textebene. Angaben, die nur als Bild im PDF stehen, etwa ein eingescannter Energieausweis, erkennt er nicht und meldet sie womöglich als fehlend.
- Gescannte PDFs ohne Textebene lehnt er ab, die Credits gehen zurück. Sehr lange Exposés prüft er nur teilweise und sagt das im Bericht.
- Ein Sprachmodell kann eine Angabe übersehen oder eine vorhandene als fehlend melden. Prüf jeden Hinweis, bevor du etwas änderst.
- Fotos prüft er nicht, auch nicht, ob KI-bearbeitete Bilder gekennzeichnet sind. Was dafür gilt, steht im Ratgeber KI-Bilder kennzeichnen.
Wo das Exposé verarbeitet wird.
Ein Exposé enthält meist auch Personendaten, mindestens den Ansprechpartner. Deshalb steht hier offen, welcher Teil wohin geht.
- Im Büro-Speicher: Das PDF liegt nur vorübergehend in der Zwischenablage deines Büros und wird nach Ablauf eines Tages automatisch gelöscht, spätestens nach zwei Tagen. Der fertige Bericht bleibt im Verlauf. Beides liegt auf unserem Server in Deutschland.
- Nur Text an das Modell: Maklerdeck liest den Text aus dem PDF und schickt nur diesen Text an das Sprachmodell, keine Bilder.
- KI-Verarbeitung in den USA: Das Modell läuft derzeit bei Anthropic, auf Grundlage des EU-U.S. Data Privacy Framework beziehungsweise der Standardvertragsklauseln. Mehr dazu unter Datenschutz und Sicherheit.
2 Credits je Prüfung.
Abgerechnet wird je Büro, nicht je Nutzer. Den Exposé-Check gibt es einzeln im Exposé-Paket oder mit allen übrigen Werkzeugen in den Plänen. Alle Einzelheiten stehen auf der Preisseite.
Exposé-Paket
- 40 Credits im Monat
- rechnerisch 20 Prüfungen
- bis zu 2 Plätze
- Credits bei Bedarf nachkaufen
Solo
- alle Werkzeuge, 150 Credits im Monat
- bis zu 2 Plätze
Business
- alle Werkzeuge, 300 Credits im Monat
- bis zu 5 Plätze
Büro
- alle Werkzeuge, 750 Credits im Monat
- unbegrenzt Plätze
Testen: 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte, mit 30 Credits für alle Werkzeuge; allein für den Exposé-Check wären das rechnerisch 15 Prüfungen. Schlägt eine Prüfung fehl, gehen die Credits zurück.
Wer bis 31.12.2026 bucht, behält den Einführungspreis 12 Monate ab Buchung.
Häufige Fragen
Welche Angaben sucht der Exposé-Check im Exposé?
Zu den Pflichtangaben die Werte aus dem Energieausweis nach § 87 GModG, dem früheren Gebäudeenergiegesetz (GEG), sofern ein Ausweis vorliegt: Ausweisart, Endenergiebedarf oder -verbrauch, die wesentlichen Energieträger, bei Wohngebäuden Baujahr und Effizienzklasse. Dazu die Provision samt Mehrwertsteuer, eine Widerrufsbelehrung oder einen Verweis darauf sowie Firma, Anschrift und Kontakt des Anbieters. Außerdem Hinweise zur Verkaufswirkung: Überschrift, Beschreibung, Struktur und nächster Schritt für Interessenten.
Meldet der Check einen fehlenden Energieausweis, obwohl er beantragt ist?
Die Prüfung ist angewiesen, das nicht als Lücke zu melden, wenn im Exposé ausdrücklich steht, dass der Energieausweis beantragt ist oder noch nicht vorliegt. Steht dazu nichts im Text, soll sie die fehlenden Angaben melden. Ob ein solcher Hinweis im Einzelfall genügt, beantwortet der Check nicht; das ist eine Rechtsfrage.
Kann ich ein eingescanntes Exposé prüfen?
Nein. Der Exposé-Check liest die Textebene des PDFs. Ein gescanntes PDF ohne Textebene lehnt er ab, und die Credits gehen zurück. Auch in einem sonst digitalen Exposé erkennt er Angaben nicht, die nur als Bild eingefügt sind, etwa eine eingescannte Seite des Energieausweises.
Wie lang darf das Exposé sein?
Das PDF darf bis 50 MB groß sein. Geprüft werden höchstens 120 Seiten; bei sehr textreichen Dokumenten kann es weniger sein. Wird gekürzt, nennt der Bericht, wie viele Seiten geprüft wurden. Angaben auf den übrigen Seiten sieht der Check nicht.
Was kostet eine Exposé-Prüfung?
2 Credits je Prüfung. In den Plänen Solo, Business und Büro gehen sie vom Monatskontingent des Büros ab. Wer nur Exposés prüft, bucht das Exposé-Paket für 25 € im Monat zzgl. MwSt. mit 40 Credits, rechnerisch 20 Prüfungen. Schlägt eine Prüfung fehl, gehen die Credits zurück.
Ist der Bericht eine Rechtsberatung?
Nein. Der Bericht entsteht automatisch und zeigt, wo du genauer hinsehen solltest. Er sagt nicht verbindlich, ob eine Anzeige rechtlich in Ordnung ist, und ersetzt keine Prüfung durch einen Anwalt. Die Verantwortung für das Exposé bleibt bei dir.
Welche Daten gehen bei der Prüfung an das Sprachmodell?
Nur der Text, den Maklerdeck aus dem PDF liest, keine Bilder. Steht im Exposé ein Ansprechpartner mit Telefonnummer, geht diese Angabe mit. Das Modell läuft derzeit bei Anthropic in den USA, auf Grundlage des EU-U.S. Data Privacy Framework beziehungsweise der Standardvertragsklauseln. Das PDF liegt nur vorübergehend in der Zwischenablage deines Büros und wird nach Ablauf eines Tages automatisch gelöscht, spätestens nach zwei Tagen; der fertige Bericht bleibt im Verlauf. Beides liegt auf unserem Server in Deutschland.
Ratgeber zum Thema
Weitere Werkzeuge
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Vierzehn Tage kostenlos, ohne Kreditkarte. Lade ein Exposé hoch und sieh, was der Bericht findet.
